Politik

Das Wort zum Sonntag !

Was einem so alles für Gedanken durch den Kopf eilen, wenn man sich ein sehr gut gemachtes Feuerwerk anschaut.

Feuerwerk zur Nacht der 1ooo Lichter

Feuerwerk zur Nacht der 1ooo Lichter

Sangerhausen.
Anlässlich des gestrigen Festes der 1ooo Lichter im Rosarium meiner Heimatstadt Sangerhausen, welches wie die vielen vergangenen Jahre sehr gut organisiert war, fand zum krönenden Abschluss ein ca. 20-minütiges perfekt gestaltetes Boden- und Höhenfeuerwerk statt.
Was man doch so Schönes, gut Anzusehendes, den Menschen Freude machendes mit Schwarzpulver anstellen. Was kann man aber eben mit dieser gleichen Substanz auch zum gegenteiligen anrichten, in den Händen machthungriger und profitorientierter Konzerne und Politiker?
Diese Frage ließ mich nicht mehr los und ich setzte mich am heutigen Morgen an meinen Schreibtisch, um mir selbst diesen Antagonismus zu erklären.
Das Feuerwerk, welches mit den Worten eingeleitet wurde, dass Gott die Welt erschuf, waren genau die richtigen Worte, um auf derartig grundlegende Fragestellungen zu kommen.
Was machen wir heute mit dieser, unserer Welt, die wir von der Natur übergeben bekommen haben? Die Welt steht heute Kopf, ja sicherlich nicht das erste Mal, aber sicherlich noch nie so am Rande des Untergangs unserer Zivilisation. Sind wir uns eigentlich alle dessen so bewusst?
Zwei große Problemfelder stehen derzeit im Mittelpunkt aller Betrachtungen. Zum einen den durch uns Menschen verursachten Klimawandel und zum anderen der erneute Hang hin zum tödlichen aufrüsten.
Tagtäglich werden wir, leider auch von den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, zugedröhnt mit Berichten und Reportagen über die Notwendigkeit massiver Aufrüstung. Wieder werden Feindbilder konstruiert, um diese Perversitäten zu begründen. Über 1500 Milliarden US-Dollar werden Jahr für Jahr der Menschheit entzogen, um Waffen und Gerätschaften zu erzeugen, damit man sich auf möglichst brutalste Weise auf unserem blauen Planeten umbringen kann.
Obwohl sich die Menschheit schon mit den heutigen Waffen vielfach aus dem Reich der Lebewesen auf unserer Erde zu verabschieden vermag, reicht es vielen noch nicht aus, mit diesen „Geschäft“ ihr schmutziges Geld zu verdienen.
Sollten wir nicht gerade heute, auch im Angesicht auch des zweiten großen Problemfeldes, des Klimawandels und des damit verbundenen radikalen notwendigen Umdenkens, eine Kehrtwende in Bezug auf Aufrüstung machen.
Statt Ländern zu helfen, um unser Klima zu schützen werden sie gezwungen selbst ihre Waffenarsenale zu modernisieren und aufzurüsten. In Russland beispielsweise brennen unvorstellbar riesige Teile der Taiga. Ein Raum, welcher genauso wie der Regenwald in Südamerika für unsere Luft, unseren Sauerstoffgehalt enorm wichtig ist. Jedoch was macht die NATO? Statt ihnen Löschflugzeuge anzubieten, werden neue Bomber und Angriffsflugzeuge modernster Bauart in Auftrag gegeben, sollen sie bestückt werden mit noch furchterregenderen Waffen als zuvor.
In vielen Medien wird derzeit über den möglichen Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland diskutiert. Wozu brauchen wir derartige Standorte, zumal von diesen auch noch völkerrechtswidrige Angriffe in aller Welt geführt werden.
Leider gibt es nach wie vor eine riesige Koalition von Parteien, angefangen von CDU über FDP, AfD, Grüne bis zu Teilen der SPD die dieses mittragen und Veränderungen ablehnen.
Was das Thema Klimawandel betrifft - leider nicht das Thema Rüstung, da hier viele Rüstungsbetriebe ansässig sind – bahnt sich zu mindestens medial ein Prozess des Umdenkens im Freistaat Bayern an. Bayern, ein Land, welches jeder mit dem Begriff Heimatverbundenheit subsummiert, hat erkannt das Heimat wiederum etwas zu tun hat, mit Natur mit Umwelt. Daher kommen gerade von hier aktuell positive Signale, um unser bisheriges Leben und Verhalten in Bezug auf unsere Zukunft, unsere Umwelt, unsere Natur zu überdenken und zu verändern.
Auch wir hier in unserer Region, welches die unsrige Heimat ist, sehen wir große Klimaveränderungen, sehen wir wie große Teile unserer Wälder sterben, sehen wir wie unsere landwirtschaftlichen Betriebe immer größere Schwierigkeiten haben unser täglich Brot zu produzieren, wie immer öfters Notstände ausgerufen werden müssen, wie z.B. in Bezug auf Wasserentnahmen. Unwetter und kurzfristige radikale Wetterlagen sind keine Ausnahmen mehr.
Eigentlich kann bei all diesen Problemen, was die Zukunft unserer Kinder und Enkel betrifft, einem nur Angst und Bange werden.
Gott sei Dank, hat sich unsere nächste Generation aus einer langen Phase des Unpolitischen heraus entwickelt und erkannt, dass es um ihre Zukunft, um ihren Weiterverbleib auf unseren Planeten geht. Die Aktionen Fridays for Future machen auch wieder ein Stück Hoffnung.
Die Vorschläge welche Fridays for Future für unseren Landkreis Mansfeld Südharz gemacht haben, sollten schnellstmöglich im Landkreis und im Kreistag beraten, beschlossen und umgesetzt werden.
Auch wenn es nur ein einen kleinen Teil unserer Probleme betrifft, ist es ein Teil des Ganzen.
„... wacht auf, Verdammte dieser Erde ...“ heißt es im bekannten Lied der Arbeiterbewegung.
Wachen wir also auf, um unser Leben auch für die Zukunft zu sichern. Lassen wir alte Denk- und Verhaltensweisen hinter uns. Springen wir über unseren eigenen egoistischen Schatten und helfen denen, die es nicht von alleine schaffen oder schaffen wollen.
Marx schreibt in seinen Thesen über Feuerbach u.a. „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.
Nehmen wir also unsere Sinne, unsere Wahrnehmungen für voll und verändern unsere Welt, vor allem was unsere aktuellen Probleme unsere Umwelt und die Rüstung betrifft.

weitere Infos:

jungewelt.de/artikel/360076.liebe-zur-bombe.html

fridaysforfuture.de

facebook.com/fridaysforfuturemsh



Holger Hüttel

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